veröffentlicht am 21.11.2018

Das Zusammenspiel von Insolvenzverwaltung und Verwerter

HÄMMERLE fungiert durch gezielte Verwertungsmaßnahmen oftmals als Insolvenzdienstleister und steht damit im Spannungsgefüge zwischen Gläubiger und Schuldner.

Als Verwertungsunternehmen ist HÄMMERLE Experte für die Bewertung und Inventarisierung von Anlagegütern, zugleich aber auch die Plattform für einen realistischen Verwertungserlös. Seit fast 30 Jahren unterstützen wir damit unter anderem Insolvenzverwalter. Doch was ist das Besondere am Zusammenwirken zwischen Insolvenzverwalter und Insolvenzdienstleistern wie HÄMMERLE?

In den folgenden Absätzen werden wir das Thema allgemein verständlich aufbereiten und Ihnen einen kleinen Einblick in unseren Verwertungsalltag geben.

 

Be- und Verwertung des Anlage- und Umlaufvermögens sind essentiell für das Verfahren

Was in vielen Unternehmen bei laufendem Geschäftsbetrieb mitunter durch Überschlagsrechnungen, Schätzungen oder Näherungswerte geschieht, muss bei der Bewertung von Anlagegütern ganzheitlichen und methodischen Grundsätzen entsprechen. Gutachten, die HÄMMERLE im Rahmen seiner Tätigkeit erstellt, unterscheiden sich dabei mitunter deutlich in Bezug auf ihren Umfang und die behandelten Facetten, die darin Berücksichtigung finden. Jeder Aspekt oder Gegenstand, sei er noch so klein oder unbestimmt, ist zu inventarisieren und zu bewerten. Bei HÄMMERLE werden ebenfalls regelmäßig Verwertungen vorgenommen, die über normale Maßstäbe hinausgehen.

Vor einigen Jahren fand beispielsweise die Versteigerung der Bestände eines großen Bauunternehmens statt, an der vor Ort über 1.500 Bieter teilnahmen. Werkzeuge und Materialien, aber auch Fahrzeuge und diverse andere Vermögensgegenstände wurden in dieser Auktion vermarktet – Erlöse im Millionenbereich verdeutlichen die Tragweite, die mit der Auswahl des passenden Insolvenzdienstleisters verbunden ist. Die Expertise sowie die Möglichkeiten von HÄMMERLE, eine der größten Verwertungsgesellschaften Deutschlands, trugen hier zu einem erfolgreichen Abschluss in erheblichem Maße bei.

 

Dienstleister wie HÄMMERLE halten Insolvenzverwaltern den Rücken frei

Die Aufgaben, die ein Insolvenzverwalter im Laufe des Verfahrens übernimmt, sind höchst vielschichtig und komplex. Gerade im Spannungsgefüge aus gerichtlichen Auseinandersetzungen, der Durchsetzung von Forderungen oder der Handhabe von Insolvenzanfechtungsgründen gilt es, die Prioritäten klar zu setzen. Verwertungsgesellschaften wie HÄMMERLE bieten Insolvenzverwaltern damit vielfältige Dienstleistungen, die es ermöglichen, den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren.

HÄMMERLE übernimmt als Insolvenzdienstleister beispielsweise auch die Sicherstellung von Anlagegütern, das Inkasso von Verwertungserlösen oder kümmert sich um Aussonderungstermine. Mitarbeiter unseres Unternehmens stehen durch Tagungen und Messen in regelmäßigem Austausch mit allen Akteuren und gewährleisten somit ein reibungsloses Verfahren. Mit unserer Unterstützung können sich Insolvenzverwalter auf ihr Hauptgeschäft fokussieren. Einen weiteren Einblick in das Zusammenwirken von Insolvenzverwalter und Verwertungsgesellschaft bietet folgender Beitrag: André Beck und Dr. Jörg Schädlich referieren über die Verwertung im Insolvenzverfahren

 

Sanierung des insolventen Unternehmens steht mittlerweile im Vordergrund

Die enge Vernetzung zwischen Be- bzw. Verwerter und Insolvenzverwalter wird in Zukunft noch wichtiger, denn vielfach wird eine Sanierung des betroffenen Unternehmens angestrebt. Es kommt oftmals zu sog. Eigenverwaltungsverfahren, in denen klassische Insolvenzdienstleister wie HÄMMERLE frühzeitig eingebunden werden. Ihre Aufgabe ist es dann, den Bestand an Anlage- und Umlagevermögen ganzheitlich zu bewerten. Doch das wird meist nur dann in Erwägung gezogen, wenn es auch triftige Gründe dafür gibt, dass eine Fortführung des Unternehmens tatsächlich realistisch erscheint.

In einigen Fällen ist es dennoch so, dass eine Zerschlagung des Unternehmens aus wirtschaftlicher Sicht die bessere Alternative darstellt. Branchen wie das Baugewerbe sowie das Bauhandwerk sind klassischerweise öfter von diesen Maßnahmen betroffen. Interessant ist daran, dass der allgemeine Bauboom zu einer regen Nachfrage nach Equipment wie Gerüsten und dergleichen führt, die entsprechend erfolgreich und zu marktgerechten Preisen verwertet werden können. Wie auch in anderen Konstellationen muss durch den Insolvenzverwalter also abgewogen werden, welche Maßnahme am nachhaltigsten ist und eine bestmöglichste Befriedigung der Gläubiger am ehesten gewährleistet. Insolvenzdienstleister wie HÄMMERLE können durch ihre langjährige Expertise, das zur Verfügung stehende Know-how in verschiedensten Bereichen und zügiges Handeln maßgeblich zum Erfolg des Verfahrens beitragen.

Weitere Fragen zu diesem Themenkomplex beantworten wir Ihnen gerne persönlich – HÄMMERLE ist Ihr Partner für die Be- und Verwertung von Anlage- und Umlaufvermögen!

 

PS: An der Hochschule Schmalkalden finden regelmäßig Gastvorträge zu dieser Thematik statt, wo Studierende der Fakultät Wirtschaftsrecht durch Mitarbeiter von HÄMMERLE einen Einblick in dieses Spannungsfeld erhalten – oftmals unterstützt durch Insolvenzverwalter. Der nächste Termin für einen entsprechenden Gastvortrag steht bereits fest. Am 17.12.2018 wird unser Niederlassungsleiter für die Region Ostdeutschland, Herr André Beck, gemeinsam mit dem Leipziger Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter, Herr Dr. Jörg Schädlich von der Kanzlei Stapper | Jacobi | Schädlich wieder über diese essentielle Zusammenarbeit aus der Praxis berichten.

 

Bildnachweis: (© FotolEdhar – stock.adobe.com)

 

Autor: HÄMMERLE



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