veröffentlicht am 27.03.2019

Wie funktionieren Industrieauktionen? HÄMMERLE informiert!

Wer sich im industriellen oder gewerblichen Sektor bewegt, wird mit Sicherheit bereits mit Beschaffungsplanung, dem richtigen Umgang mit Anlagevermögen und der Finanzierung von Betriebsausstattung zu tun gehabt haben. Oftmals vergehen viele Monate bis eine bestimmte Maschine produziert und ausgeliefert wird – das kann Produktionskapazitäten einschränken, das Wachstum des Unternehmens hemmen und bei mangelhafter Planung auch richtig ins Geld gehen.

Sie fragen sich, was all diese negativen Auswirkungen mit Industrieauktionen zu tun haben? Ganz einfach: Industrieauktionen sind ein bewährtes und kostengünstiges Mittel, um benötigte Maschinen auf alternative Art und Weise zu beschaffen – umgekehrt bietet sich Unternehmen in Insolvenz, bei Restrukturierungen oder Betriebsaufgaben die Möglichkeit, Anlagevermögen verschiedener Art binnen einer kurzen Zeitspanne zu einem marktgerechten Preis der entsprechenden Zielgruppe anzubieten. Industrieauktionen, wie sie HÄMMERLE als eine der größten Verwertungsgesellschaften Deutschlands durchführt, werden damit zum effizienten Beschaffungs- und Verwertungsinstrument.

 

Die Grundlagen: Was wird im Rahmen von Industrieauktionen versteigert und angeboten?

Überlegen Sie einmal kurz: Über welche Kanäle würden Sie, als Alternative zur Neuanschaffung direkt beim Händler oder Hersteller, benötigte Maschinen, Werkzeuge und Betriebsmittel suchen und anschaffen? Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben durch Industrieauktionen die Möglichkeit, gezielt Maschinen für Nischenbereiche zu beschaffen – es kommen größtenteils gebrauchte, zum Teil aber auch absolut neuwertige Objekte unter den Hammer. Die zur Versteigerung angebotenen Waren werden teils mit deutlichen Nachlässen gegenüber der Neuanschaffung gehandelt.

Es können bei Industrieauktionen beispielsweise Werkzeuge oder Fahrzeuge (v)ersteigert werden, aber auch Kompressoren, Bearbeitungsmaschinen, verschiedenste Lagerbestände als auch Postenwaren bis hin zu Konvoluten verschiedenster Art.

Ein Tipp: Wagen Sie einen Blick in die Auktionsplattform von HÄMMERLE, um die aktuell angebotenen Posten zu betrachten und einen Eindruck darüber zu erhalten, welche Bandbreite an Objekten, Maschinen und Co. zur Versteigerung kommen können.

 

Industrieauktionen bei HÄMMERLE sind grundsätzlich öffentlich

Der Vorteil bei Industrieauktionen ist der, dass eine Marktpreisfindung rein aufgrund von Angebot und Nachfrage entsteht. Wenn es also darum geht, gebrauchte Maschinen und Co. effektiv zu verwerten, gibt es keine bessere Plattform, um ein faires Preisfindungsverfahren zu gewährleisten. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt für all jene Unternehmen oder Privatleute, die mithilfe einer Industrieauktion das begehrte Objekt zu einem marktgerechten Preis ersteigern können, ohne lange Wartezeiten oder verstärkten Aufwand rund um Suche und Verhandlung betreiben zu müssen.

Um an einer Industrieauktion teilnehmen zu können, müssen sich Interessenten bei HÄMMERLE zuvor für die Auktionsplattform registrieren. Nach Überprüfung und Freischaltung durch unser Auktions-Team ist es möglich, entsprechend der im Online-Katalog aufgeführten Objekte auf die zur Versteigerung anstehenden Waren zu bieten – ausgenommen natürlich jene, die vorzeitig zurückgezogen wurden. Derjenige mit dem höchsten Gebot erhält den Zuschlag, vorab können Sie der Auktionsbeschreibung entnehmen, in welchen Zeitspannen Gebote abgegeben werden können. Mitunter gibt es Frei- und Nachverkäufe, die dann nicht per Auktion versteigert werden, sondern mittels eines manuellen Zuschlags. So etwas wie einen „Sofortkauf“ gibt es also bei Industrieauktionen nicht. Für die ordnungsgemäße und treuhänderische Durchführung zeichnet HÄMMERLE als öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator Rechnung – es findet also keine Bevorzugung einzelner Parteien statt, sondern eine durch den Auktionator gewährleistete gleichberechtigte Interessenvertretung beider Seiten.

Aufgepasst: Mitunter finden Live-Auktionen statt, dabei handelt es sich um vor Ort abgehaltene Versteigerungen, die jedoch parallel im Internet übertragen werden. Auch hier ist selbstverständlich eine vorherige Registrierung und Freischaltung durch HÄMMERLE notwendig, um an dieser Industrieauktion teilzunehmen.

 

Weitere Fakten rund um Industrieauktionen bei HÄMMERLE

  • Industrieauktionen laufen in der Regel in einem Zeitraum von drei bis fünf Wochen, mitunter finden festgelegte Besichtigungstermine statt. Um bei Interesse an mehreren Objekten ein faires Verfahren zu gewährleisten, enden Posten jeweils zeitversetzt – im Interesse eines reibungslosen Ablaufs ist das Ganze zudem im Rahmen der üblichen Geschäftszeiten terminiert.
  • Es gibt Phasen, wonach sich der Auktionsstatus richtet. In Phase I sind keine Gebote möglich, auch stehen Startpreis, Laufzeit, Positionsanzahl und Beschreibung noch unter Vorbehalt. In Phase II handelt es sich um eine laufende Auktion, es läuft die reguläre Gebotsphase. So lassen sich abgegebene Gebote beispielsweise nachträglich erhöhen. Der Status „Nachverkauf“ stellt Phase III dar, dort sind Gebote lediglich auf noch verfügbare Posten möglich. In Phase IV sind alle Objekte herausgegeben, Käufe sind auch bei bisher unverkauften Positionen nicht mehr möglich. Sofern alle Positionen bereits vermittelt wurden, wird der „Nachverkauf“ direkt übersprungen.
     
Merke: Sobald Sie Höchstbietender waren und den Zuschlag ohne Vorbehalt erhalten haben, gehen alle Rechte und Pflichten in Bezug auf das Objekt auf Sie über. Mithilfe unseres Biet-Agenten können Sie gezielt Maximalgebote für einzelne Positionen abgeben, um vorab zu planen. Weitere Informationen zum Ablauf und der Funktion einer Industrieauktion finden Sie in unserem Glossar.

 

Bildnachweis: (© industrieblick – stock.adobe.com)

Autor: HÄMMERLE



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