veröffentlicht am 26.08.2019

Kein Unternehmensnachfolger: Firma verkaufen?

Das eigene Unternehmen stellt für Selbständige das Fundament der Existenz dar, nicht selten gehen damit Jahrzehnte der Geschäftstätigkeit einher. Insbesondere in Bereichen, in denen der Unternehmenserfolg stark mit dem fachlichen Know-how und dem Netzwerk der Gesellschafter und Geschäftsführer verknüpft ist, gestaltet sich die Nachfolgeregelung schwierig. Welche Optionen haben Unternehmer, die ihre Firma an einen Nachfolger übergeben möchten und planen, die Firma zu verkaufen?

HÄMMERLE skizziert das Problem und zeigt Wege auf, die eine Verwertung der Unternehmensbestandteile zur Folge haben, wenn kein Unternehmensnachfolger in Sicht ist.

 

Gründe dafür, dass ein geeigneter Nachfolger für das Unternehmen fehlt

Gerade stark technologisch geprägte Bereiche erfordern ein hohes Maß an Know-how, sodass es gerade in Nischenbereichen häufiger vorkommt, dass kein adäquater Nachfolger für ein Unternehmen in Sicht ist. Das geht mit mehreren Problemen einher:

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    Einerseits haben Gesellschafter ein vitales Interesse daran, dass die Firma auch nach ihrem Ausscheiden weiter prosperiert und Gewinne erwirtschaftet. Oftmals ist nämlich die persönliche Altersvorsorge daran geknüpft, sodass sich ein Scheitern des Nachfolgers mittelbar in Form einer reduzierten oder potenziell gefährdeten Altersvorsorge niederschlägt.
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    Andererseits brauchen Nachfolger, selbst wenn sie über entsprechendes Fachwissen und Erfahrung verfügen, eine mehr oder minder langwierige Einarbeitung und Begleitung. Gerade mittelständische Industrieunternehmen leben von den Kontakten und den Handlungsweisen der „alten Hasen“, denn nicht ausschließlich ist nur das Produkt für den Unternehmenserfolg entscheidend.

 

Daraus folgt: Wenn partout kein Nachfolger in Sichtweite scheint und geplant ist, die Firma zu verkaufen, kommt es hier natürlich auf marktgerechte Verwertungen an. Doch insbesondere bei Industrieunternehmen ist das Problem gegeben, dass vor allem das Anlagevermögen in Form von Maschinen, technischen Anlagen und Co. den Hauptbestandteil des Gesellschaftsvermögens bildet.

 

Anstelle des Firmenverkaufs: Verwertung des Unternehmens in Form einer Industrieversteigerung

Sicher, gerade bei Kapitalgesellschaften wie der GmbH oder der vom Mittelstand gerne genutzten GmbH & Co. KG scheint es verlockend, sich all seiner Pflichten zu entledigen und das Unternehmen in seiner Gesamtheit zu verkaufen. Dass dies jedoch gerade in der Praxis mit Schwierigkeiten verbunden ist, ergibt sich u.a. aus den folgenden Aspekten:

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    Durch die personelle Verquickung von Gesellschaftern und Geschäftsführern gibt es latente Rechtsrisiken, die auch Jahre nach dem Verkauf der Firma noch gegeben sind. Hier besteht insofern die Gefahr, dass nicht ausreichend Haftungsausschlüsse vertraglich vereinbart werden oder beispielsweise zu einem Zeitpunkt verkauft wird, wo sich die Firma womöglich bereits in einer Krise befand. Sollten dann bereits Insolvenzantragsgründe vorgelegen haben, droht die persönliche Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers.
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    Vor allem bei sehr speziellen Branchen kann es schwierig sein, einen angemessenen Preis für das Unternehmen zu finden. Es gibt schlichtweg zu wenig Know-how und Einblick in die Branche, die es einem Außenstehenden erlauben würde, den fairen Marktpreis zu errechnen und letztlich zu zahlen.
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Die Alternative: Anstelle des teils langwierigen und mit Rechtsrisiken verbundenen Verkaufs der Firma erscheint es sinnvoll, stattdessen lediglich das Anlage- und Umlaufvermögen separat und losgelöst voneinander zu verkaufen. Damit werden in jedem Fall mehr potenzielle Abnehmer angesprochen, wodurch sich die Zielgruppe erhöht und damit ein transparentes Preisfindungsverfahren gewährleistet wird. HÄMMERLE bietet als eine der größten Verwertungsgesellschaften Deutschlands die Möglichkeit zum Verkauf der Firma im Zuge einer Industrieversteigerung, die sich schnell realisieren lässt.

 

Ausgewählte Aspekte, die für den Firmenverkauf via Industrieauktion sprechen

Gerade im industriellen Sektor ist es üblich und für Käufer und Verkäufer gleichermaßen sinnvoll, einen Verkauf mittels einer Industrieversteigerung durchzuführen. Das reduziert nicht nur den Aufwand für den verkaufenden Unternehmer, sondern reduziert auch mögliche Kosten infolge von begleitenden Arbeiten wie beispielsweise einer Demontage von Industrieanlagen. Wir wollen die wesentlichen Vorzüge im Folgenden kurz und prägnant darstellen:

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    HÄMMERLE besitzt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Segment der Industrieversteigerungen, wird von nationalen wie internationalen Käufern frequentiert und bietet so für jede Art von Firmenverkauf die passende Verwertungsplattform.
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    Versteigerungen von Anlage- und Umlaufvermögen lassen sich direkt vor Ort durchführen, der Käufer ist dann für Demontage und Transport selbst zuständig. Das reduziert den organisatorischen Aufwand deutlich.
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    Anders als bei einem klassischen Firmenverkauf, geht die Verwertung mittels einer Industrieversteigerung mit dem Ausschluss von Gewährleistungs- und Garantierechten einher. Sie minimieren damit das Regressrisiko wesentlich.
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Werfen Sie einen Blick in die aktuellen Auktionen bei HÄMMERLE sowie den geplanten Versteigerungen, die in unserem Auktionskalender dargestellt werden. In unserem Glossar finden Sie zudem eine Erläuterung der wichtigsten Begrifflichkeiten, mit denen wir hier hantieren. Selbstverständlich greifen wir aber auch themenverwandte Themen regelmäßig in unserem Blog auf – regelmäßig reinschauen lohnt sich!

 

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Bildnachweis: (© jackfrog – stock.adobe.com)

Autor: HÄMMERLE



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